Montag, 8. August 2011

Die kleinen Verführer

Abnehmen könnte so einfach sein, wenn einem nicht ständig allerlei Leckereien anlächeln würden.

Ich habe mir vorgenommen nur alle 4 Std etwas zu essen, da dies optimal für die Fettverbrennung ist.

Wer hätte gedacht, dass 4 Std so gnadenlos lang sind. Nach 2 1/2 Std bemerke ich ein klitzekleines Hüngerchen.

So klein wie es ist, kann ich es noch ignorieren.

Nach 3 Std wird es schon schwieriger. So langsam aber sicher, dreht sich in meinem Kopf nur noch alles um Essen. Dummerweise stehe ich in dem Moment gerade an der Supermarktkasse.

Die Schokoriegel lächeln mich an.
"Sei stark!" Murmele ich vor mich hin und hoffe, dass die Kassierin etwas mehr Gas gibt beim scannen der Lebensmittel.Ich senke den Blick und versuche herauszufinden wieviel meine Einkäufe auf den Cent genau kosten. Irgendwie muss ich mich ablenken.
"Ja!" Ich habs geschafft! Trotz gegrummel ich Bauch schaffe ich es ohne Süßkram aus dem Supermarkt zu flüchten. Schnell, ganz, ganz schnell Heim und gaaaaanz weit weg von den vielen Versuchungen. Zum Glück hab ich genügend leckere Suppe vorgekocht und lasse mir diese schmecken.

Vorkochen ist eine wirklich clevere Sache, die einen vor Heißhungerattacken bewahrt.
Mein knurrender Magen ist mehr als dankbar für die warme Leckerei.
Danach gönne ich mir ein kleines Stück 70% Bitterschoki.
Dazu eine schöne Tasse Landkaffee. 

Die Schokoriegel waren aber nicht die Einzigen Verführer.
Plötzlich fällt mir auf, wie oft ich mir zwischendurch völlig Gedankenlos etwas in den Mund stecken möchte.
Gerade so im letzten Moment schaffe ich es auf die Bremse zu treten.

Für meinen Sohn hab ich Weintrauben gekauft.
Und was macht man natürlich mit dem Obst?
Genau! Man wäscht es.
Die berühmte Macht der Gewohnheit, lässt mich ins in die nassen Früchte greifen.
Die Traube steckt schon fast in meinem Mund als ich merke, was ich da tue.
Mist! Die letzte Mahlzeit ist gerade mal eine Stunde her!
Die Traube wandert wieder zurück ins Sieb :-( und ich ringe mit dem inneren Schweinehund, der unbedingt jetzt diese süße Traube haben will.
Grrrrrrrr.... Knurrt er mich an. "Greif endlich zu!"
"Lass mich in Ruhe, du blödes Vieh!" Knurre ich zurück.

Ich schiebe den Kinderwagen Richtung Bäcker um Brot einzukaufen.
Da Töchterlein etwas knatschig ist und hungrig sein könnte, kau kauf ich ihr eine Brezel.
Unsere Einkaufsrunde ist immer etwas länger und der Bäcker kommt immer erst zum Schluss dran.
Daher ist es fast schon ein Ritual fürs Töchterchen diese Brezel zu kaufen.
Dumn nur, dass mir jetzt erst auffällt, dass ich für mich auch immer eine gekauft habe.
Wenn ich ehrlich bin, war ich nicht unbedingt immer hungrig wenn ich diese so nebenbei gefuttert habe.
Ich fühl mich wie ein Brezeljunkie als ich gierig auf die Brezel meiner Kleine stiere und ihr diese ab liebsten wegnehmen und selber essen würde.
Shame on me! Wie tief kann man sinken? Einem Kleinkind die Brezel klauen wollen...
Tja, so kommen sie peu a peu zusammen... Die bösen Kalorien, die die Hüften und Oberschnenkel explodieren lassen. 





Ach ja, inklusive Schlafanzug zeigte die Waage heute Morgen 99,4kg.
Immerhin ein kleiner Erfolg.

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